Rechtschraipkaterstrofe?

Immer wieder geistern Meldungen durch die Medien, dass Schüler/innen heute nicht mehr richtig lesen, schreiben, rechnen können. Im Vortrag wird gezeigt, wie schwach die Belege für einen generellen Leistungsverfall in der Rechtschreibung sind und dass Leistungsschwächen von Teilgruppen nicht einfach „modernen Methoden“ angelastet werden können. In den letzten 50 Jahren sind sehr unterschiedliche Ansätze praktiziert worden, von denen keiner – für sich genommen – allen Rechtschreibanforderungen und allen Kindern gerecht wird. Lehrer/innen müssen deshalb die spezifischen Stärken und Risiken der einzelnen Konzepte kennen und die Schreibversuche der Kinder als schrittweise Annäherung an die Normschreibung deuten und fördern können. Als theoretisch begründetes und praktisch erprobtes Beispiel dafür werden der Spracherfahrungsansatz und sein Vier-Säulen-Modell vorgestellt.