Einladung zum öffentlichen Vortrag

Julia Bialek

 

Traumabelastete Kinder in der Schule

 

Dienstag 5. November 2019, 18.00 Uhr

 

Landesinstitut für Schule (Forum), Am Weidedamm 20, 28215 Bremen

 

 

Der Vortrag stellt auf der Basis psychotraumatologischer Grund-lagen pädagogische Handlungsmöglichkeiten bei der Unterstützung traumatisierter Schüler*innen in der Schule dar.

 

Julia Bialek ist Mitgesellschafterin und Referentin am Traumapädagogi-schen Institut Norddeutschland (tra-i-n) in Worpswede und Lektorin an der Universität Bremen im Fachbereich Inklusive Pädagogik.

 

Moderation & Diskussion

Dr. Heike Hegemann-Fonger & Prof. Dr. Hans Brügelmann

 

Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung ist grundsätzlich nicht erforder-lich. Sollte eine Teilnahmebestätigung erwünscht sein, muss allerdings eine Anmeldung über das Landesinstitut für Schule (LIS) erfolgen.

 

Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung von Grundschulverband, Zentralelternbeirat und Landesinstitut für Schule.

 

Im Anschluss findet die jährliche Mitgliederversammlung des Grund-schulverbands der Landesgruppe Bremen-Bremerhaven statt.

Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

www.grundschulverband-bremen.de

 

 

Weiterführende Informationen

 

Psychische Traumatisierungen können auftreten, wenn Menschen in bedrohlich erleb­ten Situationen keine Handlungsmöglichkeiten mehr zur Verfügung haben. Dies kann in körperlichen, emotionalen oder anderweitigen Gewalterfahrungen entstehen, aber auch durch Erlebnisse, die nicht beabsichtigt waren, wie z.B. Unfälle, oder in Situatio­nen, die von außen betrachtet nicht für jeden Menschen gleichermaßen bedrohlich wirken, in denen die individuellen Handlungsmöglichkeiten eines Menschen aber über­stiegen werden. Damit sind psychische Traumatisierungen kein „Nischenthema“, son­dern etwas, was potentiell jedem Menschen passieren könnte. Die Folgen der aus solchen Erfahrungen entstandenen seelischen Verletzungen sind oft vielschichtig und können sich auf alle Lebensbereiche auswirken. Damit führen sie nicht selten auch in der Schule zu Schwierigkeiten. Schüler*innen zeigen oft Lernschwierigkeiten und/oder herausforderndes, unverständliches Verhalten und können damit Lehrkräfte in (über-)fordernde Situationen bringen.

Die in den letzten 20 Jahren entstandenen traumapädagogischen Konzepte erweitern pädagogisches Verstehen und alltagsorientierte Interventionsmöglichkeiten durch Er­kenntnisse aus der Psychotraumatologie und der Stressforschung. Für Schule bedeu­tet dies, individuelle Lernbedingungen zu schaffen, die sich durch eine spezifische Traumasensibilität auszeichnen. So können wichtige korrigierende Erfahrungen und gelingende Lernerfolge ermöglicht werden und damit im schulischen Rahmen ein we­sentlicher Beitrag zur psychosozialen Versorgung traumatisierter Menschen geleistet werden.

 

Dieser Impulsvortrag greift die folgenden Fragen auf:

  • Was ist unter Trauma bzw. einer Traumatisierung zu verstehen?
  • Woran erkennt man Symptome, die auf eine Traumatisierung hinweisen könnten?
  • Welche Folgen müssen im schulischen Kontext berücksichtigt werden?
  • Welche traumasensiblen Handlungsmöglichkeiten sind in der Schule möglich?

 

 

Kontakt:

 

Landesgruppe Bremen-Bremerhaven

Vorstand.Bremen@grundschulverband.de